… Schulen / Kindergärten …
Lebensräume - Lernräume
Kindergärten und Schulen sind Lebensräume, deren alltägliche Arbeits-, Lern-, und Lebensbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung des Einzelnen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) haben und gesundheitsbezogene Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen prägen. Gleichzeitig stellen sie soziale Systeme dar, in denen die Bedingungen von Gesundheit auch gestaltet und beeinflusst werden können.
Hier setzt gesundheitliche Prävention mit dem so genannten „Setting-Ansatz“ an, den die Krankenkassen in ihrem Leitfaden zur Prävention vom 10. Februar 2006 als zusätzliche Strategie zum „individuellen Ansatz“ unter Punkt 5.1.1. für die „Gesundheitsfördernde Schule“ definiert haben.
Um wen und um was geht es?
Kinder und Jugendliche sollen unter anderem befähigt werden, ihr physisches, psychisches und soziales Potenzial auszuschöpfen und ihre Selbstachtung zu fördern (Empowerment). Dazu gehört das Erlernen von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen in der Auseinandersetzung mit Themen wie z.B.
„Stress“ und „Sucht“, die auch für die Erwachsenen des Settings von Bedeutung sind - für Lehrer/innen und Erzieher/innen ebenso wie die sonstigen Beschäftigten an Kindergärten und Schulen.
Lehrer/innen und Erzieher/innen sehen sich besonderen Belastungen in ihrem Arbeitumfeld ausgesetzt, die nicht selten zu chronischem Stress mit gesundheitlichen Schädigungen bis hin zum
Burnout-Syndrom führen: hohe Stundenzahlen, große Klassen- und Gruppenstärken, schwierige Schüler/Kinder, fehlende Unterstützung durch die Schulleitung, Lärm und Unruhe, Aggressivität, Kommunikations- und Motivationsprobleme, hohe Ansprüche und Erwartungsdruck sowohl von außen als auch von innen. Zur Bewältigung dieser Belastungen bedarf es geeigneter Strategien, mit deren Hilfe es auch langfristig gelingt, die eigene Motivation, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Lebensfreude zu erhalten.
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